Was ist Mediation?

Mediation ist ein besonderes Verfahren zur Streitbeilegung, bei dem die Medianten (Konfliktparteien) die Möglichkeit haben, gemeinsam und eigenverantwortlich Lösungen für ihren Konflikt zu erarbeiten.

Die Mediation verläuft in 5 Phasen und es gelten grundsätzlich 5 Grundprinzipien.

Ich als Mediatorin führe Sie durch das Verfahren und biete Ihnen einen sicheren und geschützten Rahmen. Sie als Medianten sind Spezialisten für Ihren Konflikt. Es liegt in Ihrer Verantwortung Lösungen für Ihren Konflikt zu finden.

Mediation für Eltern

Die Mediation für Eltern richtet sich an Eltern, die weiterhin zusammenleben wollen, jedoch unterschiedliche Auffassungen zu bestimmten, die Kinder betreffenden Themen haben und sich alleine nicht einigen können.

Denkbare Themen:

  • Erziehungsfragen
  • Schul- und Ausbildungsthemen
  • Aufteilung der Verantwortlichkeiten für die Kinder
  • Medizinische Fragen
  • Gesundheit, Ernährung

Mediation zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen

Das Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen birgt stets Potential für Konflikte. Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen sind ganz natürlich und gehören zur Entwicklung der Kinder zu selbstbewussten, selbstsicheren und selbstständigen Persönlichkeiten dazu.

Denkbare Themen: 

  • Umgang miteinander
  • Freundschaften 
  • Schul- und Ausbildungsthemen
  • Mitarbeit im Haushalt
  • Ausgehzeiten und andere Freiräume
  • Medienkonsum
  • Umgang mit Genussmitteln
  • Sexuelle Beziehungen
  • Umgang mit Geld

Haben Sie das Gefühl, dass Sie sich ständig mit Ihrem Kind/Jugendlichen streiten?

Glauben Sie, dass Sie Unterstützung bei der Lösung Ihrer Konflikte gebrauchen können?

Dann melden Sie sich, wir schauen gemeinsam, ob Ihnen ein Coaching oder eine Mediation helfen kann.

Mediation für sich trennende Eltern

Wenn Eltern sich trennen, ist das ein tiefgreifendes und schmerzhaftes Ereignis in ihrem Leben. Als Erwachsener schaffen Sie es, im Laufe eines Trennungsprozesses Ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Kinder werden davon jedoch überrollt und erleben eine große Verunsicherung, ihnen wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Die Welt der Kinder stürzt zusammen, sie sind hilflos, zerrissen und überfordert.

In dieser Situation brauchen Kinder besondere Unterstützung und Hilfe. Sie brauchen einen sicheren Hafen und Eltern, die sich um sie kümmern. Doch wenn eine Trennung oder Scheidung im Raum steht, sind Eltern wegen ihres Konfliktes auf Paarebene oft nicht mehr in der Lage, gut für ihre Kinder zu sorgen. Sie sind häufig so sehr mit ihren eigenen verletzten Gefühlen und Bedürfnissen beschäftigt, dass die Kinder auf der Strecke bleiben.

Eltern, die sich trennen wollen haben in einer Mediation die Chance zusammen Lösungen für Themen zu finden, die sie als Eltern betreffen und die relevant für ihre Kinder sind.

Denkbare Themen:

  • Wo werden die Kinder künftig wohnen?
  • Bleiben die Geschwister zusammen?
  • Ist ein Umzug notwendig oder geplant?
  • Wann sehen die Kinder den Elternteil, bei dem sie nicht wohnen?
  • Wie wird der Wechsel der Kinder zwischen den Eltern gestaltet?
  • Wann sehen die Kinder ihre Großeltern oder weitere Familienmitglieder?
  • Wie werden die Ferien und die Feiertage gestaltet?

Einbindung von Kindern in die Mediation?

Bei Themen, die die Kinder betreffen, ist es manchmal sinnvoll, sie in den Mediationsprozess mit einzubinden. Für die Kinder ist es wichtig „gehört“ zu werden und ihnen sind unter Umständen Themen wichtig an die die Eltern noch nicht gedacht haben. So nennen Kinder häufig folgende Themen:

  • Was ist mit meinem Haustier? Kann ich meinen Hund, meine Katze oder mein Kaninchen mitnehmen in das neue Zuhause?
  • Kann ich weiterhin meine Freunde sehen?
  • Muss ich in eine neue Schule?
  • Wer bringt mich zum Reiten? Wer holt mich vom Fußball ab?
  • Wo und mit wem feiere ich meinen Geburtstag, Weihnachten oder Ostern?
  • Von wem bekomme ich mein Taschengeld?
  • Bleibe ich mit meinen Geschwistern zusammen?
  • Darf ich zu meinen Großeltern?

Wie sich die Trennung der Eltern auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt, ist abhängig von der Gestaltung der Trennung und der Zeit nach der Scheidung, in der sich die zerbrochene Familie reorganisiert.

Steht bei Ihnen eine Trennung an oder haben Sie sich bereits getrennt und wünschen Sie sich Unterstützung in dieser besonderen Lebenssituation, dann melden Sie sich und vereinbaren einen Termin.

Phasen der Mediation

Eine Mediation verläuft in fünf Phasen:

  1. Orientierung 
    In der Orientierungsphase wird der Ablauf der Mediation und die Rolle der Mediatorin besprochen. Die Medianten einigen sich darauf, wie sie während der Mediation miteinander umgehen wollen. In der Regel vereinbaren sie, dass sie einander zuhören und sich ausreden lassen wollen. Oft wünschen sie sich auch einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander.
  2. Beschreibung
    Die Medianten schildern die Situation aus ihrer Sicht und erklären, wieso es ihrer Meinung nach zu dem Konflikt gekommen ist. Die Medianten sammeln die Themen, die ihnen wichtig sind und die sie im Rahmen der Mediation bearbeiten wollen. Am Ende dieser Phase erarbeiten die Medianten ein gemeinsames Ziel für die Mediation.
  3. Konflikterhellung
    In der dritten Phase geht es darum herauszuarbeiten, welche Interessen, Wünsche und Bedürfnisse hinter den Positionen der Medianten stecken. Ziel ist es, einmal durch die Brille des anderen zu schauen, um sein Handeln zu verstehen (Perspektivwechsel). Verstehen heißt in diesem Zusammenhang nicht, einverstanden damit zu sein, sondern das Handeln in diesem Zusammenhang nachvollziehen zu können.
  4. Lösungsoptionen finden und prüfen
    Nachdem ein Perspektivwechsel erfolgt ist, können die Medianten gemeinsam Lösungen erarbeiten.
  5. Einigung

    Wenn die Medianten sich über mögliche Lösungen einigen konnten, schließen sie eine Vereinbarung darüber. Ob diese Vereinbarung schriftlich festgehalten werden soll, entscheiden die Medianten.

Grundprinzipien der Mediation

Bei einer Mediation gelten folgende Grundprinzipien:

  • Freiwilligkeit
    Die Medianten nehmen freiwillig an der Mediation teil, sie sind offen für das Verfahren und sie vertrauen der Mediatorin.
  • Offenheit
    Die Mediation fördert das gegenseitige Verständnis füreinander. Dazu ist es notwendig, dass die Medianten offen ihre Gedanken, Probleme, Ängste sowie ihre Erwartungen und Wünsche aussprechen.
  • Vertraulichkeit
    Das, während der Mediation, Gesagte wird vertraulich behandelt. Es gilt eine Verschwiegenheitspflicht nach außen.
  • Ergebnisoffenheit
    Eine Mediation ist immer ergebnisoffen, es muss zu keiner Lösung kommen.
  • Allparteilichkeit
    Allparteilich heißt, dass die Mediatorin auf jeder Seite der Beteiligten steht. Sie ist für jede Seite da. Diese Haltung geht deutlich über eine einfache Neutralität hinaus.